FETTMASSINDEX: WAS IST UND WIE MAN IHN VERWENDET
Haben Sie schon einmal davon gehört? Fettmassenindex (FMI)? Wahrscheinlich nicht, aber Sie sollten sich dessen bewusst sein, da es Ihnen einen zuverlässigeren Indikator für Ihren relativen Fettgehalt liefern kann. Weitere Informationen finden Sie in diesem neuen Artikel!
Fett im menschlichen Körper
Die Fettmasse stellt die Gesamtheit der im menschlichen Körper vorhandenen Lipide dar. Es wird normalerweise als Prozentsatz der gesamten Körpermasse ausgedrückt und besteht aus zwei Komponenten: dem Primärfett und dem Speicherfett.
Unter essentiellem Fett oder Primärfett versteht man den Anteil an Fett, der im Zentralnervensystem, im Knochenmark, in den Brustdrüsen, in den Nieren, in der Milz und in anderen Geweben enthalten ist. Angesichts dieser besonderen anatomischen Lage spielen essentielle Fette eine physiologische Rolle von vorrangiger Bedeutung, die man in Betracht ziehen kann: den Mindestfettgehalt, der mit einer guten Gesundheit vereinbar ist.
Bei Männern sollte dieser Wert nicht unter 3-5 % fallen (bereits bei diesen Werten besteht eine höhere Anfälligkeit für Infektionen), während bei Frauen der Primärfettwert über 12 % liegen sollte (bereits bei Werten unter 16 Prozentpunkten kommt es bei manchen Sportlern zu Amenorrhoe mit erheblichem Verlust an Knochenmineralien).
Das im Fettgewebe angesammelte Depotfett ist die wichtigste Energiereserve des Organismus; es kommt hauptsächlich auf der subkutanen Ebene vor, aber auch auf der viszeralen Ebene (das Verhältnis zwischen beiden variiert je nach Alter, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit und körperlicher Fitness). Normalwerte liegen bei etwa 12 %.
Was ist der Fettmassenindex?
Der Fettmassenindex ist ein einfacher Indikator dafür, wie viel Fett Sie im Verhältnis zu Ihrer Körpergröße haben.
Das Gute am Fettmassenindex ist, dass er Sie nicht dafür bestraft, dass Sie viele Muskeln haben (gute Nachrichten für muskulöse, fitte Menschen!). Tatsächlich berücksichtigt der Body-Mass-Index Ihr Gesamtgewicht auf der Fleischskala im Verhältnis zur Körpergröße. Der FMI hingegen betrachtet nur den Fettanteil des gesamten Körpergewichts.
In Verbindung mit anderen klinischen Biomarkern (wie Blutdruck, Blutzucker, Lipide, Taillenumfang usw.) kann FMI auch dabei helfen, Gesundheitsrisiken für die Entwicklung von Krankheiten wie Typ-2-Diabetes und Herzerkrankungen zu erkennen.
Der Fettmassenindex gewinnt im Gesundheitsbereich als wertvoller Biomarker langsam an Bedeutung. In Verbindung mit anderen Gesundheitsindikatoren können sie zu einem besseren Verständnis Ihres individuellen Gesundheits- und Fitnessniveaus führen.
Bei Männern und Frauen macht der Fettmassenindex 15 bzw. 24 % der gesamten Körpermasse aus. Diese Werte sind bei Sportlern viel niedriger, wo sie Werte erreichen, die nahe am Primärfettanteil liegen, und bei übergewichtigen Menschen viel höher.
Rechner für den Fettmassenindex
Die Bestimmung des Fettmassenindex kann nach verschiedenen Methoden erfolgen, die sich in Praktikabilität, Genauigkeit und Kosten unterscheiden, wie z. B. Plikometrie, Bioimpedanz, Körperumfang, Dexa, Kreatinin, Magnetresonanz, CT, K40 und Ultraschall. Das Folgende kann als Rechner für den relativen Fettmassenindex betrachtet werden, eine noch einfachere und unmittelbarere Methode, bei der die Berechnung durch Division Ihres Fettgewichts in Kilogramm durch Ihre Körpergröße in Metern zum Quadrat erfolgt.
Die normativen Tabellen für den Fettmassenindex berücksichtigen unabhängig von der Muskelmasse auch Alter und Geschlecht. Tatsächlich ist es wichtig, den Fortschritt nicht nur anhand des Körperfettanteils zu beurteilen.
Wenn Sie das erhaltene Ergebnis vergleichen, können Sie sich ein Bild von Ihrem körperlichen Fitnessniveau mit den Werten des Fettmassenindex in der folgenden Tabelle machen:
Schweres Fettdefizit: Männlich <2; Weiblich <3,5
Mäßiges Fettdefizit: Männer 2 bis <2,3; Weiblich 3,5 bis <4
Leichtes Fettdefizit: Männer 2,3 bis <3; Weiblich 4 bis <5
Normal: Männlich 3-6; Weiblich 5-9
Überschüssiges Fett: Männlich >6 bis 9; Weiblich >9 bis 13
Fettleibigkeit Klasse I: Männer >9 bis 12; Weiblich >13 bis 17
Fettleibigkeit Klasse II: Männer >12 bis 15; Weiblich >17 bis 21
Fettleibigkeit Klasse III: Männlich >15; Weiblich >21
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